Die Spiritualität der Berufung – wenn die Lebensaufgabe ruft

von | 27.06.2022

Beitrag zur Blogparade „Festival der Sinne“

Spiritualität der Berufung

Berufung … Was für ein spannendes Wort – mit einer ungemein spirituellen Bedeutung: Wir hören einen Ruf und folgen ihm, fühlen uns be-rufen und finden unsere Lebensaufgabe, vielleicht sogar unsere Seelenmission, die sich nicht bloß als Tätigkeit zum Geldverdienen manifestiert, sondern als Weg zur Erfüllung – für uns und andere. Wenn wir unsere Arbeit als Berufung erleben dürfen, erfüllt sie uns mit Glück und Dankbarkeit. Wünschen wir uns das nicht alle?

Weil dieses wunderbare Wort so gut zu uns, den Queens of Success, passt, haben sich zwei von uns zusammengetan, um gemeinsam einen Artikel zum Thema „Spiritualität und Berufung“ für die Blogparade des Festivals der Sinne zu schreiben. Obwohl wir auf den ersten Blick so verschieden sind und unterschiedliche Dinge tun, um unseren Lebensunterhalt zu bestreiten, haben wir einiges gemeinsam. Beide sind wir einem Ruf gefolgt und haben dadurch unsere Berufung gefunden. Und wir sind beide spirituell, jede auf ihre spezielle Weise.

Das sind unsere Geschichten:

Eleni Iatridi

Eleni Iatridi, spirituelle Business-Mentorin und Expertin für deine innere Strahlkraft

eleni-iatridi.de

Ich bin Eleni, Mitgründerin der Queens of Success, und ich habe ein hochgradig spirituelles Business, das sich hauptsächlich an selbstständige Frauen und Unternehmerinnen richtet. Meine besondere Verbindung zur geistigen Welt erlaubt es mir, als Medium zu wirken und wertvolle Informationen und Impulse zu empfangen und weiterzugeben. Mit meinen Channelings unterstütze ich meine Kundinnen bei ihrer beruflichen, persönlichen und spirituellen Weiterentwicklung, denn die geistige Welt teilt ihnen durch mich mit, was jetzt gerade dran ist und wie ihre nächsten und übernächsten Schritte aussehen.

Geschenk oder Heimsuchung – ich durfte entscheiden

Diese Gabe habe ich aber nicht von Anfang an als Berufung empfunden. Am Anfang habe ich mich sogar dagegen gewehrt. Durch meine eigene persönliche Arbeit in meinem Inneren, die Arbeit mit meinem inneren Kind und Ähnlichem hatten sich meine spirituellen Kanäle geöffnet und sprudelt einfach los, ob ich wollte oder nicht. Anfangs hat mich das verunsichert, denn ich hatte Angst, mich dabei zu verlieren. Erst als ich mich traute, loszulassen und dem Ruf zu folgen erkannte ich, was für ein kostbares Geschenk ich empfangen hatte

Meine Selbstständigkeit ist 2012 aus der Not heraus entstanden. Damals war ich noch in Foren unterwegs, um online die Gleichgesinnten zu finden, die ich in meinem privaten Umfeld nicht hatte. Es war auch eine Zeit, in der das Spirituelle noch nicht wirklich erwünscht, geschweige denn so gehypt wurde wie heute. Ich war so ein bisschen der Wunderling, die etwas Seltsame. Wie schon in der Kindheit als ruhig, introvertiert und feinfühlig alleine in der Ecke stehend, so fühlte ich mich auch beim Beginn meiner Selbstständigkeit als die mit der seltsamen Business-Idee.

Von der Selbstständigkeit zum eigenen Online-Business

Warum machte ich mich überhaupt selbstständig? Weil erste Menschen von selbst in diesen Online-Foren auf mich zutraten und sagten: „Du hast eine Botschaft für mich. Erzähl mal, sie wird mir helfen“. Da erzählte ich einfach das, was durch mich durchkommen wollte und … Schwupps – war die Person einen Schritt weitergekommen, hatte ein persönliches Beziehungsthema gelöst, einen Glaubenssatz erkannt. Oder sie hatte plötzlich das innere Kind in einer Szene aus der Kindheit wiedergefunden, in der dieser Glaubenssatz oder dieses Trauma entstanden war.

Kurz: ich half den Menschen dabei, sich zu erkennen. Ihre Beziehungsprobleme zu lösen. Ich half ihnen, zu heilen.

Daraufhin sagte eine Freundin zu mir: „Dann melde ein Gewerbe an und mach es richtig“. Und das tat ich. Im Januar 2012 begann mein Spirit-Coaching-Business.

Damals noch hauptsächlich telefonisch von Berlin aus, wo ich meine kleine Höhle nach meiner Trennung und Scheidung gefunden hatte. Ich war sehr zurückhaltend zu dieser Zeit, denn ich war selbst noch dabei, in meinem Inneren so einiges aufzuarbeiten.

Ob ich nun angestellt war oder meine eigene Chefin, war mir eigentlich egal. Hauptsache, ich konnte mein Innerstes leben. Und das konnte ich eben am besten mit einem eigenen Business. Also machte ich ein Gründer-Training, fing an, mich zu vernetzen (damals noch hauptsächlich offline in Berlin) und begleitete Frauen durch ihre intensive Zeit der Transformation.

Mit dem Mut zur Sichtbarkeit kamen Wachstum und Freude

Erst 2018 war ich innerlich so weit gereift, dass ich mein Business bewusst online in die Sichtbarkeit bringen konnte. Nicht, dass ich vorher nicht bereits mit Online-Medien zu tun gehabt hätte. Schon während des Studiums habe ich erste Websites erstellt und später dann, als Online-Redakteurin, ab 2004 größere Seiten mitbetreut. Doch mich mit meinem eigenen Baby, mit meinem Herzensbusiness und dieser sehr persönlichen Gabe in die Medien oder in die Online-Welt zu trauen, das schaffte ich erst 2018. Davor war ein langer und tiefgehender Reifeprozess nötig.

Erst dann konnte ich anfangen, meine Berufung wirklich voll und ganz zu leben und die Fülle, Freiheit und Leichtigkeit zu empfangen, die hier auf mich warteten. Seitdem ist so viel Schönes geschehen. Viele hilfreiche Angebote, inspiriert von Impulsen aus der geistigen Welt, haben durch die Online-Welt ihren Weg zu meinen Kundinnen gefunden. Vor zwei Jahren habe ich dann Jennifer Rupp getroffen, meine heutige Geschäftspartnerin. Gemeinsam haben wir die Queens of Success als besondere Business-Community für Frauen kreiert und letztes Jahr zu einem Gemeinschaftsprojekt mit großem Team und eigener Membership wachsen lassen.

Dazu bin ich einige Jahre zwischen Berlin und Athen gependelt, habe mal in der großen Hauptstadt, mal in meinem Geburtsort am Mittelmeer gelebt und gearbeitet. Dank Online-Business war das möglich. In diesem Jahr habe ich meine sicheren Zelte in Berlin abgebrochen und bin ganz nach Griechenland übergesiedelt, in die Sonne, ans Meer, das mir so guttut. Für wie lange? Das weiß ich noch nicht, denn für allzu langfristige Pläne bin ich nicht der Typ. Ich folge meiner Intuition und ich bin dankbar, dass ich das heute kann.

Dorit Flor, PR- und Marketing-Copywriter und Spezialistin für Texte mit Geist

klopfecke.de

Am Anfang waren die Geschichten. Als ich ein kleines Mädchen war, lasen mir meine Großeltern vor dem Schlafengehen immer ein Märchen vor. War das Abendessen vorbei, konnte ich es kaum erwarten, bis endlich die bunt bemalten Buchdeckel aufgeschlagen wurden und die verheißungsvollen Worte „Es war einmal …“ erklangen.

Je mehr Geschichten ich kennenlernte, desto mehr Wesenheiten und Präsenzen bevölkerten meine bunte kleine Kinderwelt. In meinem Kleiderschrank wohnten Zwerge und Kobolde. Die Wiese vor dem Haus und die Blumentöpfe auf der Fensterbank waren das Reich freundlicher Elfen- und Feenwesen. Recht schnell fand ich heraus, dass die gedruckten Zeichen auf den Buchseiten viele Tore in faszinierende Welten öffnen konnten, die über das Hier und Jetzt hinausgingen. Und vor allem, dass sich mit diesen Zeichen auch neue Welten erschaffen, eigene Geschichten festhalten ließen.

Aus dieser Feststellung schälte sich eine unbändige Sehnsucht heraus: Das wollte ich auch können. Und ich wollte alles lernen, was ich dafür brauchte.

Mit Worten Welten schaffen und verstehen können

Noch bevor ich in die Schule kam, konnte ich lesen und schreiben. Nicht, weil ich ein hochbegabtes Wunderkind war, sondern weil mich die Faszination für das geschriebene Wort nicht mehr losgelassen hatte. Als mich der Deutschunterricht dann in die Geheimnisse der Wortarten und des Satzbaus, der Orthografie und Grammatik einweihte, gab es kein Halten mehr. Wann immer ich die Gelegenheit hatte, schrieb ich eigene kleine Geschichten. Schmusi, die Katze vom Bauernhof, die unbedingt das Fliegen lernen wollte, wurde meine Serienheldin.

Mit der Zeit gesellten sich weitere Personifikationen und komplexere Vorstellungen zu den Feen, Elfen und Kobolden. Aus den Märchen wurden Fantasy-Romane und aus der Faszination für festgehaltene Geschichten eine Art empathische Verbindung zur geschriebenen Sprache. Ich spürte, wie die Worte wirken und welche Worte ich auf welche Weise nutzen konnte, um bestimmte Effekte zu erzielen.

Warum das so war, wie Sprache tatsächlich funktionierte, strukturell, neurologisch und sozial, lernte ich erst später, in meinem sprachwissenschaftlichen Studium. Dabei lernte ich auch, das frühere Völker der Sprache magische Kräfte beigemessen und sprachliche Handlungen genutzt hatten, um Ersehntes herbeizurufen, Unerwünschtes zu verbannen oder auf andere Weise Einfluss auf die Wirklichkeit auszuüben. Damals waren die Merseburger Zaubersprüche und andere wundersame Formeln aber hauptsächlich von wissenschaftlichem Interesse für mich.

Die Umwege, die doch zum Ziel führten

Obwohl mein Weg schon so früh klar ausgeleuchtet vor mir lag, durfte ich zunächst einige Umwege beschreiten und Hindernisse bezwingen, bis ich ihn erreichen und tatsächlich gehen konnte. Auf Drängen meiner Eltern, die mich etwas „Vernünftiges“ machen sehen wollten, wurde ich nach dem Abitur erst mal Speditionskauffrau. Doch der Ruf meiner Berufung war einfach zu laut, als dass ich ihn zugunsten einer profanen Karriere als Sachbearbeiterin ignorieren konnte.
Also ging ich danach an die Uni, um Germanistik zu studieren. Doch mein Studium zog sich unnütz in die Länge, weil ich den Abschluss mehrmals hinausschob – weil ich Angst hatte, in dem, was mir so wichtig war, zu versagen. Danach folgte zwar die klassische Laufbahn aus Praktikum, Volontariat, Festanstellung, doch die Jobs, die ich wirklich wollte, bekam ich nicht. Ich hatte zwar ein herausragendes Zeugnis in der Tasche, war aber zu zaghaft, zu unsicher, zu verschlossen, um mich überzeugend zu verkaufen.

Der Kreis schließt sich und geht weiter

Meine Selbstständigkeit begann als Flucht vor dem Burnout. Mein letzter Job hatte mir zwar Spaß gemacht, die Rahmenbedingungen waren aber schwer auszuhalten gewesen. Letztendlich war es das Beste, was mir passieren konnte. Als freie Texterin konnte ich all die tollen Menschen kennenlernen, deren Geschichten ich heute erzählen darf; und die spirituellen Unternehmerinnen treffen, deren Bedeutungswelten ich so gut verstehen kann und die mich einladen, meine eigene Spiritualität wiederzuentdecken und weiterzuentwickeln.

Auf einmal ist alles wieder da und wird gebraucht: Die Elfenwesen, die Merseburger Zaubersprüche, die intuitive Sprachnutzung, die jetzt einen wissenschaftlichen Unterbau und einiges an Erfahrung im Rücken hat. Als würde sich ein Kreis schließen, der jedoch nicht endet, sondern wie eine Spirale weiter nach oben führt – in neue Welten, die erst noch entdeckt oder geschaffen werden wollen.

Wie die Queens of Success, die ich jetzt mit meinen Schriftstückchen dabei unterstützen darf, anderen selbstständigen Frauen und Unternehmerinnen zu ganzer Größe zu verhelfen.

Der Beruf darf gestaltet werden, sich verändern, sich entwickeln – die Berufung bleibt  

So haben wir beide, Eleni und Dorit, unsere Berufung gefunden, die sich bei jeder von uns auf ganz eigene Weise ausprägt. Während Eleni durch ihre Spiritualität zu ihrer Berufung gelangt ist, die mit der Zeit immer mehr Facetten dazu gewinnt und sich stetig wandelt und weiterentwickelt, hat Dorit durch ihre Berufung ihre Spiritualität entdeckt und sich eine weitere aufregende Erfahrungswelt eröffnet.

Beide setzen wir unsere Berufung nicht mit unserem Beruf, unserer aktuellen Erwerbstätigkeit gleich. Eine Berufung kann sich auf unterschiedliche Arten erfüllen, die Erfüllung kann viele Gestalten haben. Die Berufung selbst, der Ruf in unserem Innern, bleibt gleich. Wichtig ist, dass wir einen Beruf finden, der unsere Berufung in ausreichendem Maße entspricht, um als erfüllend empfunden werden zu können. Dann sind wir auf dem richtigen Weg.

Wir hoffen, dass wir mit unseren Geschichten Andere ermutigen können, ihrem Ruf zu folgen und sich auf den Weg zu machen. Findet eure Berufung und einen Beruf, durch den ihr sie verwirklichen könnt. Auch wenn es vielleicht schwierig wird – es lohnt sich! Denn es gibt wenig Erfüllenderes als das Gefühl, die eigene Bestimmung zu erfüllen.

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1 Kommentar

  1. Liebe Eleni, liebe Dorit,
    vielen Dank für diesen berührenden Beitrag – eure Geschichten wirken magisch und machen sicher anderen Frauen Mut, tiefer in sich zu tauchen, um ihre Berufung zu entdecken.

    Besonders gefallen hat mir der Satz: “Berufung kann sich auf unterschiedliche Arten erfüllen, die Erfüllung kann viele Gestalten haben.”

    Danke euch beiden und Namaste.
    liebe Grüße
    Eva Laspas

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